SDG_06_Option_06_07_VG_20231119_182354.txt

Optionen
und
Maßnahmen
Österreichs Handlungsoptionen
zur Umsetzung
der UN-Agenda 2030
für eine lebenswerte Zukunft.
UniNEtZ –
Universitäten und Nachhaltige
Entwicklungsziele
Optionen und Maßnahmen1
06_07 / Trinkwasser- und Sanitärversorgung im öffentlichen RaumAutor_innen:
Germann, Verena ( Universität für Bodenkultur Wien );
Regelsberger, MartinTrinkwasser- und Sanitärversorgung im
öffentlichen Raum
23 Ab bildungsverzeichnis
3 Ta bellenverzeichnis
4 06_07.1 Ziele der Option
4 06_07. 2 Hintergrund der Option
9 06_07. 3 Optionenbeschreibung
9 06_07. 3.1 Beschreibung der Option bzw. der zugehörigen Maßnahmen
bzw. Maßnahmenkombinationen
13 06_07. 3.2 Erwartete Wirkungsweise
14 06_07. 3.3 Bisherige Erfahrungen mit dieser Option oder ähnlichen Optionen
14 06_07. 3.4 Zeithorizont der Wirksamkeit
15 06_07.3.5 Interaktionen mit anderen SDGs
16 06_07. 3.6 Offene Forschungsfragen
17 Li teratur06_07
Target 6.1 & 6.2
Inhalt
Optionen und Maßnahmen3Abbildungsverzeichnis
Abb. O_6-07_01: Bei-
spiele zur gendersen –
siblen Gestaltung von
Toilettenbeschilderung
und Sensibilisierungs –
maßnahmen. Quelle: Unitarian Universalist Association (UUA) (2013), Dockray (2017), Union for Reform Judaism Camp George (2016).
// Fig. O_6-07_01: Exam –
ples of gender-sensitive design of toilet signs and awareness-raising mea –
sures. Quelle: Unitarian Universalist Association (UUA) (2013), Dockray (2017), Union for Reform Judaism Camp George
(2016).
Tabellenverzeichnis
Tab. O_6-07_01: Aus-
schnitt aus der Wiener
Mindestausstattungsver –
ordnung (1996) und – mit
* markiert – ergänzende
Berechnungen zur Ver –
anschaulichung, ohneBerücksichtigung desnachweislich höheren
Zeitbedarfs bei Toiletten –
anlagen für Frauen.
// Tab. O_6-07_01:
Extract from the Wiener
Mindestausstattungs –
verordnung (1996) and
– marked with * – sup -11 plementary calculations for illustration purposes,
without considering the
verified higher time effort required in restrooms for
women.
Tab. O_6-07_02: Erläute –
rungen der OiB-Richtlini –
en (OIB, 2019) und – mit
* markiert – ergänzende
Berechnungen zur Ver –
anschaulichung, ohneBerücksichtigung des
nachweislich höheren
Zeitbedarfs bei Toiletten –
anlagen für Frauen.
// Tab. O_6-07_02:
Description of the OiB gui –
delines (OIB, 2019) and
– marked with * – sup –
plementary calculationsfor illustration purposes,without considering theverified higher time effort
required in restrooms for
women.
Tab. O_6-07_03 : Be-
schreibung der Wirkung
der Option 6_07 auf die
Targets des SDG 6.
// Tab. O_6-07_03: De-
scription of the impacts of Option 6_07 on the targets of SDG 6.
Tab. O_6-07_04: Inter –
aktionen der Option 6_07
mit anderen SDGs.
// Tab. O_6-07_04: Inter –
actions of Option 6_07
with other SDGs.8
7
13
15
06_07.1 Ziele der Option
Diese Option zielt auf folgende Targets ab:
–Target 6.1: Verbesserte Verfügbarkeit von Trinkwasserinfrastruktur für alle auch
im öffentlichen Raum;
–Target 6.2: Verbesserte Verfügbarkeit von Sanitärinfrastruktur für alle auch im
öffentlichen Raum;
–Target 1.4: Sicherstellung des Zugangs zu grundlegenden Diensten für alle, ins –
besondere Arme;
–Target 5.2: Sicherheit vor allem für Frauen und Mädchen in/vor Toiletten im
öffentlichen Raum erhöhen;
–Target 5.c: Förderung der Gleichstellung der Geschlechter;
–Target 9.1: Hochwertige, verlässliche, nachhaltige und widerstandsfähige Infra –
struktur aufbauen, mit Schwerpunkt auf einen erschwinglichen und gleichberech –
tigten Zugang für alle;
–Target 10.2: Inklusion aller Menschen im öffentlichen Raum fördern;
–Target 11.3: Inklusive und nachhaltige Planung von Städten;
–Target 11.7: Uneingeschränkter Zugang zum öffentlichen Raum für alle gewähr –
leisten;
–Target 12.7: Nachhaltige und inklusive Sanitärversorgung in der öffentlichen Be –
schaffung fördern;
–Target 13.1: Anpassung an Hitzeperioden in Städten durch ausreichende Trink –
wasserversorgung.
Um sauberes Trinkwasser und angemessene Toilet –
ten für alle auch im öffentlichen Raum zu bieten, sind in Österreich im Sinne von
Leave no one behind (LNOB) und gleicher Chancen folgende Aspekte zu berück –
sichtigen, die zum Beispiel besonders relevant sind für Menschen mit gesundheit –
licher Beeinträchtigung (z. B. Inkontinenz, Morbus Crohn) oder Behinderung, ältere
Menschen, Frauen, Kinder, im freien Tätige oder Obdachlose :
–Barrierefreiheit;
–Auffindbarkeit (gute Ausschilderung)/Erreichbarkeit/Zugänglichkeit (für alle, z.
B. auch für ältere Menschen, Menschen mit Kinderwagen, Obdachlose) (Bunke,
2019);
–Geschlechtergleichheit (für Frauen, Männer und Personen nichtbinärer Ge –
schlechtsidentitäten);
–möglichst einfache, hygienische Wartung und Reinigung;
–Sicherheit;
–hygienische Bedingungen;
–Wirtschaftlichkeit;Entkoppelung von Konsum/Gebühren;
–ökologische Standards und Innovation.
06_07.2 Hintergrund der Option
Trinkwasser , Trinkbrunnen im öffentlichen Raum
Trinkbrunnen erhöhen die Attraktivität und Qualität des
öffentlichen Raumes als inklusive Zone ohne Konsumzwang und bringen zahl –
reiche weitere Vorteile. Ihre Attraktivität, Erhaltung und Wartung sind wichtig, u. a.
auch um deren Nutzung und somit das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Erhal –
tung der Infrastruktur zu erhöhen.
4 06_07 / Trinkwasser- und Sanitärversorgung im öffentlichen Raum
Optionen und Maßnahmen5Ausreichendes, regelmäßiges Trinken von frischem
Wasser ist gut für die Gesundheit. Dabei spielen auch öffentliche Trinkbrunnen
eine Rolle, u. a. da dadurch das Trinken von Wasser anstelle von zuckerhaltigen
Getränken gefördert wird. Diese werden stark mit verschiedenen Krankheiten wie
Adipositas, zahngesundheitlichen Problemen oder chronischen Krankheiten in
Verbindung gebracht (Manz, 2007; Muckelbauer, Sarganas, Grüneis & Müller-Nord –
horn, 2013; Popkin, D’Anci & Rosenberg, 2010).
Das vermehrte Trinken von Wasser aus der Leitung
reduziert insgesamt Kosten (Responsible Purchasing Network, 2018), Energie
(Gleick & Cooley, 2009) und Plastikabfälle durch Leergebinde von Flaschen –
wasser (Brandstetter & Payerl, 2018). Eine vergleichende Ökobilanz von Nicolics,
Neunteufel, Pertl und Perfler (2014) schätzt die durch einen Liter Leitungswasser
verursachten CO2-Äquivalente (0,1-0,3 g CO2-Äquivalente pro Liter) auf weniger
als ein Hundertstel im Vergleich zu den durch einen Liter Flaschenwasser verur –
sachten (75-140 g CO2-Äquivalente pro Liter). Auch als Anpassungsmaßnahme an
den Klimawandel spielen Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum eine Rolle und
können besonders bei urbanen Hitzeinseln relevant sein (Magistratsabteilung 22
(MA22), 2015). Dies hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit, fördert aktive
Mobilität und macht städtischen Sommertourismus attraktiver. In manchen Regio –
nen wird dies bereits verstärkt vorangetrieben (Austrian Panel on Climate Change
(APCC), 2018; MA22, 2015; Prutsch et al., 2014).
Toiletten
Ebenso fördern öffentliche Toiletten im öffentlichen
Raum die Schaffung von nachhaltigeren, allgemein zugänglichen, gesunden,
gerechten und inklusiven Städten (Greed, 2016). Sie sind unabdingbar für eine
Teilhabe vor allem älterer und marginalisierter Menschen sowie von Kindern und
Jugendlichen besonders bei längerer Aufenthaltsdauer (Magistratsabteilung 19
(MA19), 2018). In den letzten Jahren kam es mit dem Argument hoher bzw. stei –
gender Kosten zu einer Reduktion von Dienstleistungen rund um Sanitärversor –
gung im öffentlichen Raum (Hager, 2019; Müllebner, 2019; ORF, 2015a; Scherndl,
2019). In Abhängigkeit vom Standort fallen pro öffentlicher Toilette jedes Jahr
30.000 – 200.000 € an, insgesamt gibt zum Beispiel die Stadt Wien pro Jahr circa
3 Mio. € für öffentliche Toiletten aus (Falter, 2014; ORF, 2015a). Neben herkömm –
lichen Instandhaltungskosten fallen auch hohe Kosten auf Reparaturen aufgrund
von Vandalismus und starker Verschmutzung. Nachdem in Wien beispielsweise bis
2014 die MA48 für die Reinigung der sanitären Anlagen in den U-Bahnstationen
zuständig war, sind es seither die Wiener Linien. Diese reduzierten die Anzahl der
Toilettenstandorte von siebzig auf vierzig und lagerten deren Betreuung an einen
privaten Betreiber aus (Bunke, 2019).
Viele Toiletten im öffentlichen Raum sind zudem kos –
tenpflichtig (ORF, 2019a), kostenfrei sind dann oft nur die Pissoirs für Männer (Ha –
ger, 2019). Die Kostenpflichtigkeit sanitärer Einrichtungen verringert den uneinge –
schränkten Zugang im öffentlichen Raum für alle Menschen (Bunke, 2019). Gerade
für Menschen mit niedrigem Einkommen oder wenig materiellen Ressourcen bzw.
Kinder und Jugendliche aus beengten Wohnverhältnissen sind der Zugang zum
öffentlichen Raum und dementsprechende Möglichkeiten, Grundbedürfnissen kos –
tenfrei nachzugehen, essenziell. Die Verfügbarkeit von sauberen, gut erhaltenen
und einfach zugänglichen Toiletten im öffentlichen Raum ist somit eine Vorausset –
zung für Inklusion.
Auch für ältere Menschen spielen diese eine wichtige
Rolle (World Health Organization (WHO), 2007). Spezifische Befragungen älterer
Menschen in Deutschland zeigen, dass fehlende öffentliche Toiletten für fast drei
Viertel aller Befragten bei Aktivitäten außerhalb der Wohnung als Hindernis bzw.
Barriere wahrgenommen werden. Über die Hälfte der Befragten sieht Handlungs –
bedarf für mehr öffentlich zugängliche Toiletten. Auch hier sind Frauen besonders
betroffen (Kaiser & Klein, 2012). Laut einem Bericht der Royal Society for Public
Health (RSPH) (2019) fühlt sich ein Fünftel der Brit_innen aus Angst, kein Klo
zu finden, nicht in der Lage, hinauszugehen wann sie wollen. Über die Hälfte der
Brit_innen trinken deshalb weniger, und circa ein Viertel mit gesundheitlichen
Beeinträchtigungen wie Inkontinenz bleibt deswegen überhaupt zu Hause (RSPH,
2019). Auch in Österreich wird über einen Mangel an öffentlichen Toiletten geklagt
(Sozialministerium, 2013).
Einige geltende Gesetze und Verordnungen sind zu –
dem nicht gendergerecht ausgelegt. Beispielhaft werden hier die Wiener Mindest –
ausstattungsverordnung (1996) (Landeshauptmann von Wien, 1996) (siehe Tab.
O_6-07_01) und Erläuterungen zu den OIB-Richtlinien (Österreichisches Institut für
Bautechnik (OIB), 2019) (Tab. O_6-07_02) angeführt. Männer haben laut Wiener
Mindestausstattungsverordnung (1996) ab 25 Verabreichungs¬plätzen durchge –
hend ein zwischen 50 – 100 % höheres Angebot als Frauen. Bei den ergänzten
Vergleichsrechnungen bleibt der unterschiedlich hohe Zeitbedarf in Sanitäranlagen
von Frauen und Männern noch unberücksichtigt. Schätzungen zufolge benötigen
Frauen durchschnittlich eineinhalb bis doppelt so lange wie Männer. Die Gründe
dafür sind vielfältig, liegen aber vor allem an der oft geringeren Anzahl an Toiletten
für Frauen und daraus resultierenden Wartezeiten sowie dem Mehraufwand für
die Benutzung einer herkömmlichen Toilette im Vergleich zu einem Urinal (Ghent
University, 2017; Greed, 2016). Um vergleichbare Wartezeiten zu erlauben, wären
entweder für jede Toilette (Urinale plus Toilettensitze) für Männer zumindest ein –
einhalb oder zwei Toilettensitze für Frauen oder die Verwendung von Unisextoilet –
ten notwendig (Ghent University, 2017).
6 06_07 / Trinkwasser- und Sanitärversorgung im öffentlichen Raum
Optionen und MaßnahmenAllgemeine Bestimmungen für Betriebe mit Verabreichungs- oder
Ausschanktätigkeiten
§ 2. (1) Werden mehr als acht Verarbeitungsplätze (zum Genuß von
Sp
eisen oder Getränken bestimmte Plätze) bereitgestellt, muß eine für
die Benützung durch die Gäste vorgesehene Toilettenanlage vorhanden
sein, welche nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen aus Sitzstellen
getrennt für Männer und Frauen sowie aus einer Pissoiranlage zu be –
stehen hat. Die Zahl der Sitzzellen und der Stände in der Pissoiranlage
bestimmt sich nach der Anzahl der Verabreichungsplätze wie folgt:
7Tab. O_6-07_01 :
Ausschnitt aus der Wiener
Mindestausstattungsverordnung (1996) und – mit * markiert – ergänzende Berechnun¬gen zur Veranschaulichung, ohne Berücksichtigung des nachweislich höheren Zeitbedarfs bei Toilettenanlagen für Frauen. // Tab. O_6-07_01 :
Extract from the Wiener Mindestausstattungsverordnung (1996) and – marked with * – supplementary calculations for illustration purposes, without considering the verified higher time effort required in restrooms for women.
Verabreichungs-
plätzeZahl der
Sitzstellen
für FrauenZahl der
Sitzstellen
für MännerZahl der Pis –
soirständeVergleich Anzahl Toiletten-
angebot Männer:Frauen [%]*
bis 25 1,0 1,0 0,0 100%
bis 80 1,0 1,0 1,0 200%
bis 170 2,0 1,0 2,0 150%
bis 350 3,0 2,0 3,0 167%
über 350 4,0 3,0 4,0 175%8 06_07 / Trinkwasser- und Sanitärversorgung im öffentlichen RaumTab. O_6-07_02 : Erläuterungen
der OiB-Richtlinien (OIB,
2019) und – mit * markiert – ergänzende Berechnungen zur Veranschaulichung, ohne Berücksichtigung des nachweislich höheren Zeitbedarfs bei Toilettenanlagen für Frauen.
Für Veranstaltungen, bei denen mit einer Toilettenbe –
nützung hauptsächlich in den Pausen zu rechnen ist, sollte die Aufteilung zuguns –
ten der Sitzstellen weiblich entsprechend vorgenommen werden.
Zusätzlich sind Sicherheitsaspekte wie ausreichend
Beleuchtung und zentrale, bewusste Standortwahl wichtig, um eine sichere Benut –
zung der Anlagen (insbesondere für Frauen) und Barrierefreiheit zu gewährleisten.
Ausreichend Waschbecken und, nicht zuletzt im Zu –
sammenhang mit Covid-19, auch Seife sind in jeder öffentlichen Toilette zur Ver –
fügung zu stellen. Auch die Möglichkeit der Anordnung von Waschbecken inner –
halb der Toiletten (relevant z. B. bei Menstruation), sollte mitgedacht und geprüft
werden.
Um die notwendige Transdisziplinarität für eine dauer –
hafte und möglichst optimale Lösungsfindung für alle zu unterstreichen, werden
im Folgenden am Beispiel Wien (in anderen Gemeinden sind diese ähnlich) einige
relevante Stakeholder_innen angeführt:
–MA31, BIZEPS (Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen und deren An –
gehörige in Wien), MA48, Wiener Linien, Caritas, Obdach Wien, Anbieter_innen// Tab. O_6-07_02 : Description
of the OiB guidelines (OIB, 2019) and – marked with * – supplementary calculations for illustration purposes, without considering the verified higher time effort required in restrooms for women.Als Richtschnur kann die folgende Tabelle dienen, wobei davon ausge –
gangen wird, dass gleich viele Männer und Frauen gleichzeitig im Bau –
werk anwesend sind und die Toiletten kontinuierlich benutzt werden:
Gesamt-
personenzahlSitzstellen
weiblichSitzstellen
männlichUrinalstände Vergleich Anzahl Toiletten-mög –
lichkeiten Männer:Frauen [%]*
bis 10 1,0 200%
bis 30 1,0 1,0 1,0 200%
bis 50 2,0 1,0 1,0 100%
bis 100 4,0 2,0 2,0 100%
je weitere 100 2,0 1,0 1,0 100%Optionen und Maßnahmen9& Betreiber_innen der (mobilen) Toiletten (z. B. ÖKlo);
–weitere Stakeholder_innen: ÖBB, Gastronomie, öffentliche Einrichtungen wie
Theater und Konzerthäuser, Flughafenbetreiber_innen, Architekt_innen etc.
06_07.3 Optionenbeschreibung
06_07.3.1 Beschreibung der Option
bzw. der zugehörigen Maßnahmen
bzw. Maßnahmenkombinationen
Trinkbrunnen
Barrierefreiheit
– Einfache Bedienbarkeit (z. B. auch mit Rollstuhl);
–Standards, die das Auffüllen von (höheren) Gefäßen (Trinkflaschen) er –
lauben.
Auffindbarkeit / Erreichbarkeit / Zugänglichkeit
–Angemessene, gut ersichtliche, ausreichende und selbsterklärende
(Weg-)Beschilderung vor Ort und online;
–Einprägsames, praktisches und gut sichtbares Design der Einrichtungen;
–(Weiter-)Entwicklung und Bewerbung entsprechender Apps, Ausweisung
in digitalen und analogen Karten oder örtlichen Informationssystemen
(Stadt Wien, 2014);
–Verfügbarkeit in regelmäßigen Abständen, ausreichende Dichte, beson –
ders an stark frequentierten Fußgänger_innenrouten und bei zentralen
Plätzen und Sammelpunkten wie z. B. Spiel- und Badeplätzen, Parks,
Märkten, Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Dies ist bei Trinkbrunnen
besonders in Konkurrenz zu abgefüllten Getränken, die oft in geringer
Distanz erhältlich sind, wichtig;
–Begleitung obiger Maßnahmen durch Sensibilisierungsmaßnahmen und
Informationskampagnen sowohl an Kommunen gerichtet als auch an die
Nutzer_innen der Einrichtungen.
Möglichst einfache, hygienische Wartung und Reinigung
–Planung und Design unter Mitberücksichtigung einer hygienischen und
einfachen Wartung und Reinigung.
Hygienische Bedingungen
–Einhaltung der hygienischen Standards bei Bau, Wartung und Instand –
haltung;
–Aufklärungsarbeit bei den Nutzer_innen über die hohen hygienischen
Standards bei der Trinkwasserversorgung, um Vorurteilen vorzubeugen
(Etale, Jobin & Siegrist, 2018; van der Linden, 2015).
Wirtschaftlichkeit
–Mitberücksichtigung von indirekten Kostenfaktoren für Gesundheit, Äs –
thetik und Attraktivität des öffentlichen Raumes und Umwelt;
–Kosten für die Errichtung und Erhaltung (mobiler) Trinkbrunnen werden
als gering eingeschätzt (MA22, 2015).
Entkoppelung von Konsum / Gebühren
–Bewerbung von Trinkbrunnen als Alternative zu abgefüllten Einwegtrink –
flaschen durch Distribution von Mehrwegflaschen, Aufklärung zu Kosten –
vorteilen (Etale et al., 2018).
Ökologische Standards, Innovation
–Aufklärung zu Umweltvorteilen von Leitungswasser im Vergleich zu ab –
gefülltem Wasser (Etale et al., 2018; Gleick & Cooley, 2009; Nicolics et
10 06_07 / Trinkwasser- und Sanitärversorgung im öffentlichen Raumal., 2014; van der Linden, 2015).
Toiletten :
Barrierefreiheit
–Ausreichend barrierefreie Toiletten für alle möglichen Benutzer_innen;
–Durchführung regelmäßiger Qualitätsprüfungen unter Einbeziehung der
Betroffenen selbst (siehe Option 6_11), z. B. Eltern mit Kleinkind, ältere
Bevölkerung, Menschen mit Sehbeeinträchtigungen (Sozialministerium,
2013).
Auffindbarkeit / Erreichbarkeit / Zugänglichkeit
–Angemessene, gut ersichtliche, ausreichende und selbsterklärende
(Weg-)Beschilderung öffentlicher Toiletten (Klaesener-Metzner, 2010) vor
Ort und online;
–(Weiter-)Entwicklung und Bewerbung entsprechender Apps, Ausweisung
aller öffentlichen Toiletten in digitalen und analogen Karten oder ört –
lichen Informationssystemen (Stadt Wien, 2014);
–Einprägsames, praktisches und gut sichtbares Design der Einrichtungen;
–Verfügbarkeit in regelmäßigen Abständen (MA19, 2018), ausreichende
Dichte, besonders an stark frequentierten Fußgänger_innenrouten. Gie –
denbacher, Rappauer und Stadler-Vida (2015) schlagen einen Abstand
von maximal 5 Gehminuten vor;
–Begleitung obiger Maßnahmen durch Sensibilisierungsmaßnahmen und
Informationskampagnen sowohl an Kommunen gerichtet als auch an die
Nutzer_innen der Einrichtungen (z. B. Erklärungen, warum diese wichtig
sind).
Geschlechtergleichheit (für Frauen, Männer und Personen nichtbinärer Ge –
schlechtsidentitäten)
–Anpassung der Bauordnungen und relevanter Richtlinien hinsichtlich
Gendergerechtigkeit:
–Toilettenanzahl und -raum proportional zur Notwendigkeit
(Klaesener-Metzner, 2010) und zu unterschiedlichen Bedürfnis –
sen auslegen, jeweils ausreichende Anzahl bei nach Männern
und Frauen getrennten Toiletten: Verhältnis von 1,5:1 bis 2:1
(Frauen- zu Männertoiletten) bei binärer Geschlechtertren –
nung (Ghent University, 2017); Errichtung von Sichtschutz und
Berücksichtigung der Beschränkung auf Männer bei Urinalen
(Bovens & Marcoci, 2020);
–Berücksichtigung aller Geschlechtsidentitäten und Sicherheits –
aspekte (Jeffreys, 2014; Jones & Slater, 2020; Kickinger, 2018),
auch von Personen nichtbinärer Geschlechtsidentitäten;
–Wickeltische für Personen aller Geschlechter (Klaesener-Metz –
ner, 2010);
–Toilettenbeschilderung ohne Reproduktion von Stereotypen
durch Darstellung von Objekten (z. B. Sitztoilette, Urinal) an –
stelle von Personen (Frau, Mann).
Optionen und Maßnahmen11–Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierungsmaßnahmen (Abb. O_6-07_01)
(Schacherl, 2019);
–Gendergerechte Gebühren: Gleiche Bepreisung von Urinalen und Toilet –
ten.
Möglichst einfache, hygienische Wartung und Reinigung
–Planung und Design unter Mitberücksichtigung einer hygienischen und
einfachen Wartung und Reinigung.
Sicherheit
–Verschließbarkeit sicherstellen;
–Wo notwendig, stufenweiser Übergang (von binären zu nichtbinären Ein –
richtungen);
–Diverse Designanpassungen (u. a. offene Fläche ohne Außentüre, aus –
reichende Beleuchtung);
–Auswahl sicherer, offen gelegener, zentraler Standorte.
Hygienische Bedingungen
– Robuste und attraktive Gestaltung der Sanitärversorgung im öffentlichen
Raum, u. a. um Vandalismus und Missbrauch der Toilettenanlagen vorzu –
beugen (ORF, 2015a; Wiener Linien, 2017):
–Reduzierung der Angriffsflächen, Sicherung der Ausstattung
gegen Missbrauch und Diebstahl;
–Verwendung besonders widerstandsfähiger Materialien;
–Psychologische Aspekte der Raumausstattung: helles, freund –
liches Ambiente (Beushausen, 2004);
–Gute Beleuchtung (Klaesener-Metzner, 2010);
–Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung.
–Ausreichende Betreuung durch Personal (ORF, 2015a);
–Ideensammlung für kreative Gestaltung (ORF, 2019b).
Wirtschaftlichkeit
–Mitberücksichtigung von indirekten Kostenfaktoren für Gesundheit, Äs –
Abb. O_6-07_01 : Beispiele zur
gendersensiblen Gestaltung
von Toilettenbeschilderung und Sensibilisierungs-maßnahmen.
Quelle: Unitarian Universalist
Association (UUA) (2013), Dockray (2017), Union for Reform Judaism Camp George (2016). // Fig. O_6-07_01 : Examples of
gender-sensitive design of toilet signs and awareness-raising measures. Quelle: Unitarian
Universalist Association (UUA)
(2013), Dockray (2017), Union for Reform Judaism Camp George (2016).
12 06_07 / Trinkwasser- und Sanitärversorgung im öffentlichen Raumthetik und Attraktivität des öffentlichen Raumes und der Umwelt;
–Evaluierung/Test alternativer Finanzierungskonzepte: z. B. Einbindung
von Gastwirtschaften (Konzept “Nette Toilette” ): Wirtschaftsbetriebe, die
ihre Toiletten mittels Kennzeichnung (z. B. mit einem Schild/Aufkleber)
Passant_innen gratis zur Verfügung stellen, werden finanziell unterstützt
(Die nette Toilette, 2021);
–Vermeidung von Folgekosten etwaiger Planungsversäumnisse (z. B.
Imageschäden, Kosten aufgrund verstärkter Reinigung, Beschwerdema –
nagement, stärkere Kommunikation der Regeln durch die Mobile Soziale
Arbeit oder Waste Watcher (MA19, 2018)).
Entkoppelung von Konsum / Gebühren
–Öffentliche Toiletten möglichst kostenfrei zur Verfügung stellen.
Ökologische Standards, Innovation
–Evaluierung von Standorten für umweltfreundliche Alternativen (Bezirk
Neubau, o.J.; Ecker, 2018; EcoToiletten GmbH, 2020; Peetz, 2019) (Op –
tion 6_01).
Beschreibung von potenziellen Konflikten und Systemwiderständen sowie
Barrieren
–Geschäftsentgang durch öffentlich, kostenfrei verfügbares Trinkwasser;
–hohe Kosten für Errichtung und Erhaltung öffentlicher Sanitärinfrastruktur (Van –
dalismus, Umnutzung);
–Sicherheitsaspekte bei für Frauen nicht getrennten Toiletten, denen zumindest
teilweise durch entsprechendes Design entgegengewirkt werden kann (Bovens &
Marcoci, 2020);
–hygienische Bedenken bei Leitungswasser, die durch entsprechende Informa –
tionskampagnen gemildert werden können (Etale et al., 2018; van der Linden,
2015).
Beschreibung des Transformationspotenzials
–Erhöhung von Inklusion und damit Präsenz und Teilhabe aller im öffentlichen
Raum und folglich Beitrag zur Förderung einer inklusiven Mitbestimmung an ge –
sellschaftlichen Prozessen;
–Attraktivierung und Erhöhung der Qualität des öffentlichen Raumes und dadurch
u. a. auch die Förderung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und aktiver
M
obilität (Greed, 2016);
–Minderung des Konsumzwangs im öffentlichen Raum;
–Aufbrechen binärer Geschlechterrollen;
–Anpassung an den Klimawandel (Hitzeinseln) und Reduktion anderer Schäden
für die Umwelt.
Umsetzungsanforderung
–Ohne größere, strukturelle Veränderungen umsetzbar;
–Mittel für die Einrichtungen (Errichtung und Betrieb) im öffentlichen Raum be –
nötigt;
–ausreichendes Bewusstsein für deren Notwendigkeit bei Entscheidungsträger_in –
nen und Nutzer_innen.
Optionen und Maßnahmen06_07 .3.2 Erwartete Wirkungsweise
Durch diese Option kann die Trinkwasserversorgung
(Target 6.1.) sowie die Sanitärversorgung (Target 6.2) im öffentlichen Raum ver –
bessert werden (Tab. O_6-07_03). Durch die inklusive Planung und Gestaltung
der Trinkwasser- und Sanitärversorgung im öffentlichen Raum (Target 6.b) stehen
die Einrichtungen und damit der öffentliche Raum allen zur Verfügung. Dieser wird
dadurch für alle, auch jene, die ihn jetzt schon uneingeschränkt nutzen können,
attraktiver.
13Tab. O_6-07_03 : Beschreibung
der Wirkung der Option 6_0 7 auf
die Targets des SDG 6. // Tab. O_6-07_03 : Description of
the impacts of Option 6_07 on the targets of SDG 6.6.1Ausreichendes und sauberes Trinkwasser auch im
öffentlichen Raum für alle.
6.2Angemessene und gerechte Sanitärversorgung auch im
öffentlichen Raum für alle.
6.BEinbindung ansässiger Wirtschaftsbetriebe („Nette Toi-lette“), Einbeziehung von Interessensvertretungen (z. B.
Behindertenverband, Verein für Obdachlose, Transgen-
der Team Austria, Wiener Antidiskriminierungsstelle für
gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen,
Pensionist_innenverband) bei detaillierter Ausarbeitung
von Maßnahmen, Erhöhung von Inklusion und damit
Präsenz und Mitsprache aller im öffentlichen Raum und
folglich Beitrag zur Förderung einer inklusiven Mitbes-
timmung aller an diversen gesellschaftlichen Prozessen.Target
Wirkung
06_07 / Trinkwasser- und Sanitärversorgung im öffentlichen Raum 14Überlegungen zu möglichem Monitoring
–6.1.1: Proportion of population using safely managed drinking water services;
–6.2.1: Proportion of population using (a) safely managed sanitation services and
(b) a h and-washing facility with soap and water;
–Monitoring der Anzahl öffentlicher Trinkbrunnen und Toiletten in Österreich,
Zählung der Nutzer_innen öffentlicher Toiletten, sowie Kostenverfolgung von Bau
und Betrieb
–11.7.1: Average share of the built-up area of cities that is open space for public
use for all, by sex, age and persons with disabilities;
–11.7.2: Proportion of persons victim of physical or sexual harassment, by sex,
age, disability status and place of occurrence, in the previous 12 months;
–12.7.1: Degree of sustainable public procurement policies and action plan imple –
mentation .
06_07.3.3 Bisherige Erfahrungen mit dieser
Option oder ähnlichen Optionen
–Trinkwasserbrunnen sind prinzipiell verbreitete und bewährte Einrichtungen und
auch für den öffentlichen Raum am Markt erhältlich. Beispielsweise werden
1.000 Trinkbrunnen in Wien als Maßnahme gegen urbane Hitzeinseln von der
Bevölkerung gut wahrgenommen und deren Errichtungs- und Erhaltungskosten
werden als gering eingeschätzt (MA22, 2015);
–Auch in Graz werden Trinkbrunnen gut angenommen und eine Aufstellung wird
auf Anfrage geprüft (Riemer, 2019);
–Umsetzung der “Netten Toilette” in Deutschland und der Schweiz (Die nette
Toilette, 2021; Gemeinderat Stadt Bern, 2018; Müller, 2018): Erste Versuche der
“Netten Toilette” in der Stadt Traun in Oberösterreich scheiterten (Liebenwein &
Tempfer, 2012). Ein ähnliches Modell wird jetzt aber teilweise in Wien angewandt
(Scherndl, 2019);
–Für zahlreiche österreichische Städte sind die Standorte von Trinkbrunnen und
Sanitäreinrichtungen online abrufbar: z. B. Wien, Linz, Graz;
–Kreative Gestaltung: Beschwerde-Klo (ORF, 2019b), Opern-WC;
–Versuche mit Damenurinalen waren in Österreich bisher nicht erfolgreich (ORF,
2015b), in anderen Anwendungsbeispielen aber durchaus (z. B. Festivals, Hoch –
schule) (Stang, 2017);
–Benutzung der „ZüriWCs“ ist in der Regel gratis (Stamberger, Hartmann & Brun –
ner, 2015);
–Innovative Ideen zur Sensibilisierung und Umsetzung bei der piktografisch gen –
dergerechten Gestaltung von Toilettenbeschilderungen wurden beispielsweise
in Publikationen der Akademie der Bildenden Künste Wien (2019) und Seneko –
witsch (2020) beschrieben;
–Erfahrungen mit ökologischen Varianten für Sanitärversorgung im öffentlichen
Raum wurden bereits gesammelt, beispielsweise in Wien (Bezirk Neubau, o.J.)
und Vösendorf (Ecker, 2018). In Linz soll eine erste ökologische Variante für eine
öffentliche Sanitäranlage errichtet werden (Stadt Linz, 2021);
–In einem Forschungsprojekt soll ein „Pflanzen-Urinal für Damen und Herren“ ent –
wickelt und getestet werden (alchemia-nova GmbH, 2021).
06_07.3.4 Zeithorizont der Wirksamkeit
Kurzfristig
Attraktivierung des öffentlichen Raums für alle, Ver –
besserung der Sauberkeit, Sanitär- und Hygienebedingungen im öffentlichen
Optionen und MaßnahmenRaum, Berücksichtigung der Bedürfnisse aller, Reduktion des Plastikmüllaufkom –
mens, Klimawandelanpassung.
Mittelfristig
Beitrag zu einer inklusiveren Gesellschaft, vermehrte
Notwendigkeit zur Anpassung an zunehmende Anzahl an Hitzetagen, gesundheit –
liche Verbesserungen, Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der Gesellschaft.
06_07.3.5 Interaktionen mit anderen SDGs
151.4 Förderung eines angemessenen, gerechten und sicheren Zugangs zu grundlegenden Dienstleistun –
gen. Öffentliche Trinkwasserbrunnen und Sanitär –
versorgung können allerdings nicht das Bestreben nach umfassenderen Lösungen gegen Obdachlosig –
keit ersetzen.
Öffentliche Trinkbrunnen und Sanitärversorgung tragen
durch Förderung von ausreichend Trinkwasseraufnahme und Hygiene zur Gesundheitsvorsorge und zur Inklusion von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei.
4.a Öffentliche Bildungseinr ichtungen kindergerecht,
barrierefrei und gendersensibel gestalten.
5
.2 Erhöhung der Sicherheit vor allem für Frauen
und Mädchen in/vor Toiletten im öffentlichen Raum;
5.c Förderung von Geschlechtergleichstellung imöffentlichen Raum.
9.1 Hochwertige, verlässliche, nachhaltige und wider-
standsfähige Infrastruktur aufbauen, mit Schwerpunkt auf einen erschwinglichen und gleichberechtigten Zugang für alle.
10.2, 10.3 Inklusion aller Menschen im öffentlichen
Raum durch ausreichende und allgemein zugäng –
liche Sanitärversorgung (MA19, 2018) und dadurch Schaffung gleicher Möglichkeiten;siehe SDG 1 zum Thema Obdachlosigkeit.
11.1, 11.3, 11.7 Angemessener, gerechter und sicherer
Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie nach-haltiger Sanitärversorgung; Schaffung inklusiver Grün-räume und öffentlichem Raum.SDG Interaktionen
06_09 / Stärkung des Integrated Water Resources Management für einen nachhaltigen Umgang mit der
Ressource Wasser06_07 .3.6 Offene Forschungsfragen
Programme zur Sensibilisierung aller Nutzer_innen
für einen pfleglichen Umgang mit den Einrichtungen (z. B. ähnlich dem Programm
für Telefonzellen mit dem Hinweis: „Dieses Telefon kann Leben retten. Zerstört es
nicht.“ );
–Umsetzbarkeit ressourcenorientierter Ansätze für öffentliche Einrichtungen;
–Optimierung von möglichen Partner_innenschaften zur Bereitstellung der Dienst –
leistung durch lokal vorhandene private Einrichtungen;
–Optimierung der Kosteneffizienz bei der Bereitstellung von öffentlicher Sanitär –
versorgung;
–die gendergerechte Gestaltung von Toiletten unter Berücksichtigung der Gleich –
berechtigung nichtbinärer Personen und von Sicherheitsaspekten;
–Barrierefreiheit für alle Nutzer_innen.
1612.2 Einsparen von Leergebinden durch vermehrte
Nutzung wiederbefüllbarer Trinkwasserflaschen;
12.7 Nachhaltige Sanitärversorgung in der öffentlichen
Beschaffung fördern.
13.2 Öffentliche Trinkwasserbrunnen als Klimawan-
delanpassungsmaßnahme.
14.1 Reduktion von Plastikmüll durch Leergebinden.
SDG Interaktionen
Tab. O_6-07_04 : Interaktionen
der Option 6_07 mit anderen
SDGs. // Tab. O_6-07_04 : Interactions of
Option 6_07 with other SDGs.
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