SDG_04_Option_04_18_pdf_20231119_182349.txt

Optionen
und
Maßnahmen
Österreichs Handlungsoptionen
zur Umsetzung
der UN-Agenda 2030
für eine lebenswerte Zukunft.
UniNEtZ –
Universitäten und nachhaltige
Entwicklungsziele
Von den Optionen zur Transformation1
04_18 / Entwicklung einer demokratischen Schulkultur auf Organisations-, Unterrichts-, und inter-
personeller Ebene 04_18
Target 4.7 Autor_innen:
Deisenrieder, Veronika ( Universität Innsbruck ); Parth,
Sandra ( Universität Innsbruck ); Oberauer, Karin ( Uni-
versität Innsbruck ); Kubisch, Susanne ( Universität
Innsbruck ); Oberrauch, Anna ( Pädagogische Hoch –
schule Tirol ); Steiner, Regina ( PH Oberösterreich );
Dür, Martin ( Universität Innsbruck ); Kosler, Thorsten
(Pädagogische Hochschule Tirol ); Keller, Lars ( Uni-
versität Innsbruck )
Reviewer_innen:
Schratz, Michael ( Universität Innsbruck ); Hueter,Ju –
lia(Universität Klagenfurt, Student_in )Entwicklung einer demokratischen
Schulkultur auf Organisations-,
Unterrichts-, und inter-personeller Ebene
2
3 0 4_18.1. Ziele der Option
3 0 4_18.2. Hintergrund der Option
4 04_ 18.3. Optionenbeschreibung
4 04_ 18.3.1. Beschreibung der Option bzw. der zugehörigen Maßnahmen
bzw. Maßnahmenkombinationen
8 04_ 18.3.2. Erwartete Wirkungsweise
10 04_18.3.3. Bisherige Erfahrungen mit dieser Option oder ähnlichen
11 04_ 18.3.4. Zeithorizont der Wirksamkeit
12 04_18.3.5 Vergleich mit anderen Optionen,
mit denen das Ziel erreicht werden kann
12 LiteraturInhalt
Von den Optionen zur Transformation04_18.1. Ziele der Option
Wird eine demokratische Kultur durch strukturelle,
pädagogische und zwischenmenschliche Beteiligungsprozesse (Klemm, 2008) in
den Schulen gefördert und vermehrt integriert, so können dadurch folgende Ziele
(Z1-Z3) auf multiplen Ebenen (Organisations-, Unterrichts- und (Inter-)personelle
Ebene) verfolgt werden:
Z1: Als erstes Ziel werden auf der Organisationsebene partizipative Prozesse
auf multiplen Schulebenen (Organisations-, Unterrichts- und (inter-) personelle
Ebene) strukturell verankert. Dadurch kommt es zu einer kontinuierlichen Verste –
tigung partizipativen Lernens, sowie zu einer langfristig gelebten demokratischen
Alltagskultur in der Schule (Klemm, 2008).
Z2: Das zweite Ziel dieser Option bezieht sich auf die Unterrichts- und Lernebe –
ne: In einer gelebten, demokratischen Lernkultur (Klemm, 2008) wird die Demo –
kratiefähigkeit von Lernenden gestärkt. Sie verfügen Entscheidungsmacht über
Lerninhalte, –methoden und –kontexte.
Z3: Das dritte Ziel dieser Option bezieht sich auf die ( Inter-)personeller Ebene ,
im Speziellen auf die Kommunikations- und Beziehungsebene. Verschiedene
Akteur_innen werden durch verstärkte Beteiligungsprozesse in ihrem Selbstver –
trauen und ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt. Es herrscht eine gleichberechtigte,
offene und wertschätzende Kommunikationskultur. Die Beteiligten entwickeln ein
starkes Bewusstsein für Empathie und für die Wahrnehmung der Bedürfnisse an –
derer, sie verbessern ihre Fähigkeit, hochwertige Beziehungen aufzubauen und
aufrechtzuerhalten. Außerdem pflegen Lehrer_innen dadurch eine gesteigerte
Kollegialität und kooperieren intensiver miteinander.
Durch Zusammenwirken der einzelnen Ebenen ist das
übergeordnete Ziel eine ganzheitliche und fundierte Integration einer demokrati –
schen Schulkultur in der formellen Schulbildung.
04_18.2. Hintergrund der Option
Die komplexen, globalen Herausforderungen des
21. Jahrhunderts können nicht durch technologischen Fortschritt und politische
Abkommen alleine gelöst werden (United Nations, 2011). Vielmehr erfordert eine
nachhaltige Entwicklung mit zukunftsfähigen Lösungen einen gesellschaftlichen
Lern-, Verständigungs- und Gestaltungsprozess, der erst durch die Beteiligung
möglichst vieler Gruppen mit Ideen und Visionen gefüllt und vorangetrieben wer –
den kann (Rieckmann & Stoltenberg, 2011). Die Beteiligung und Teilhabe diverser
Akteur_innen an der gesellschaftlichen Entwicklung ist dabei ein zentraler Grund –
satz der Idee der Nachhaltigkeit. Als Basis für das Erreichen der 16 Ziele für nach –
haltige Entwicklung gilt das 17. Ziel – Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
(UNESCO, 2017). Sie kann mit ihren Lehr- und Lernformen auf diese gesellschaft –
liche Partizipation vorbereiten und gezielt demokratische Handlungskompetenzen
vermitteln. Ein zentrales Ziel von BNE ist dabei, die Lernenden zu befähigen, sich
aktiv und selbstbestimmt an der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft im Sinne
einer Nachhaltigen Entwicklung zu beteiligen. Die Schlüsselrolle von BNE bei der
Entwicklung und Förderung partizipativer Prozesse wird insbesondere innerhalb
der jungen Generation deutlich, umso mehr angesichts der Tatsache, dass die
Stimmen junger Menschen in einer weltweit alternden Bevölkerung verstummen.
Um die Entscheidungsträger_innen von morgen auf die Herausforderungen des
3
04_18 / Entwicklung einer demokratischen Schulkultur auf Organisations-, Unterrichts-, und inter-
personeller Ebene 21. Jahrhunderts vorzubereiten, muss BNE über die reine Informationsübermitt –
lung hinausgehen, strukturelle Voraussetzungen für Beteiligung bieten, partizipa –
tives Lernen ermöglichen, sowie eine Kultur des gegenseitigen Respekts in der
Kommunikation und Entscheidungsfindung schaffen. Ein starkes Demokratiever –
ständnis in der formalen Schulbildung ermöglicht eine Organisation eine demo –
kratische Orientierung mit einem erfolgreichen Arbeiten partizipativer Leitsysteme
auf struktureller, pädagogischer und individueller Ebene (BMBWF, 2015). Trotz des
Grundsatzerlasses der BNE leidet die formale Schulbildung nach wie vor an einem
Demokratiedilemma bzw. -defizit(Beck, 1998) mit hierarchischen und veralteten
Organisationsstrukturen (Klemm, 2008), sowie mit einer Konzentration von Macht
über Bildungsprozesse auf Einzelpersonen, wie Direktor_innen und Lehrer_innen.
Autoritär wird über Bildungsinhalte, -methoden und –kontexte der Schüler_innen
als demokratische Mehrheit entschieden.
In unserem demokratischen Staatswesen sind damit
bestehende formale Bildungsinstitutionen, welche zur Aufgabe haben, Jugendliche
zu demokratischen Staatsbürgern zu erziehen, selbst nicht hinreichend demo –
kratisch strukturiert (Meiers, 2000; Paulig, 2000). Die Schule soll jedoch zu einer
zentralen Institution für die Ermöglichung von Demokratie werden, in der Alltagsde –
mokratie in strukturelle, pädagogische und zwischenmenschliche Beteiligungspro –
zesse übersetzt wird. Demokratie repräsentiert damit heute viel mehr als nur eine
staatliche Regierungsform, sie charakterisiert auch eine spezifische Form individu –
eller, gesellschaftlicher und politischer Teilhabe. Demokratie bedeutet ein ständi –
ges Abstimmen, Überzeugen und schließlich auch Aushandeln von Kompromissen.
Sie wird als kontinuierlicher, gesellschaftlicher Selbst- und Neuschöpfungsprozess
bewertet oder als stets gefährdetes soziales Experiment, welches sich in gewalt –
freier sozialer Interaktion und in „Zusammenarbeit zu gemeinschaftlichen Zwecken“
stets – auch bei Rückschlägen – neu bewähren muss (Ammerer & Krammer, 2009;
Himmelmann, 2004). Sie bedeutet auch, dass Minderheiten und ihre Anliegen be –
rücksichtigt werden. Demokratie begegnet uns daher nicht nur in den Parlamenten,
sondern auch in lebensnahen Institutionen der Familie, Arbeit und Schule.
04_18.3. Optionenbeschreibung
04_18.3.1 Beschreibung der Option
bzw. der zugehörigen Maßnahmen
bzw. Maßnahmenkombinationen
Um eine demokratische Schulkultur durch eine ganz –
heitliche und fundierte Integration in der formellen Schulinstitution zu etablieren,
werden einzelne Haupt- und Submaßnahmen vorgeschlagen, die entsprechend
relevanter Schulentwicklungsprozesse auf Organisations-, Unterrichts- und
(inter-) personeller Ebene stattfinden. Die Hauptmaßnahmen haben das Ziel,
vertikale, hierarchische Leitungsstrukturen in horizontale, partizipative Leitungs –
strukturen auf multiplen Ebenen (Organisations-, Unterrichts- und (inter-) perso –
neller Ebene) zu transformieren. Die Submaßnahmen beziehen sich auf konkrete,
untergeordnete Maßnahmen auf den jeweiligen Ebenen.
4
Von den Optionen zur TransformationHauptmaßnahmen Organisationsebene
Transformation vertikaler, hierarchischer Leitungsstrukturen in horizontale,
partizipative Leitungsstrukturen durch Submaßnahmen auf Organisations –
ebene. Aufbrechen von Hierarchiestrukturen und strukturelle Verankerung
von Partizipationsprozessen in der Schulverfassung (=Verfassungsmäßig –
keit).
Submaßnahmen Organisationsebene
1. Bestimmung eines zugrundeliegenden Leitbilds demokratischer Schulkultur als
Basis für ein gemeinsames Verständnis über Partizipationsprozesse zwischen
sämtlichen schulinternen Akteur_innen, z.B. offenes, flexibles Leitbild der Schule
als lernende Organisation (Kretschmer, 2018).
2. Festlegen von horizontalen, partizipativen Leitungsstrukturen, z.B. ein kollegia –
les Schulleitungsteam in einer multiprofessionellen Zusammensetzung (Kretsch –
mer, 2018).
3. Transparente Darstellung vorhandener, demokratischer Leitungsstrukturen:
Klassensprecher_innen, Schüler_innenmitverantwortung (SMV), Steuer- und
Arbeitsgruppen, Parlamente in sämtlichen Formen: Schüler_innen-, Lehrer_in –
nen-, Eltern- und Gesamtschulparlamente (Himmelmann, 2004), Jahrgangsstu –
fenteams, Fachspezifische Teams, Mittelstufenteams (Bondorf, 2018). Festlegen
demokratisch legitimierter Wahlprozesse (Mehrheits- und Konsensprinzip, freie,
gleiche, unmittelbare und geheime Wahl(Himmelmann, 2004).
4. Ausweitung schulinterner Partizipation durch bildungsexterne Partner_innen
(z.B. Schulwärter_innen oder Reinigungsfachkräften (Kretschmer, 2018)).
5. Ausweitung schulübergreifender Partizipationsmöglichkeiten durch
5.1 Partner_innen verschiedener Fachbereiche (Wissenschaft, Kultur, Politik, Wirt –
schaft, Medien, etc.) und verschiedener Organisationsformen (Unternehmen, öf –
fentliche Institutionen, Interessenvertretungen, NGO‘s, Vereine, Bürgerinitiativen,
etc.). Maßgebliche Förderung schulübergreifender Partizipation durch zusätz –
liche Maßnahmen zu transdisziplinärer Bildung, wie sie in Option 4_21 beschrie –
ben werden (SEAS, 2021).
5.2 Diverse Formate der Partizipation, wie
–gesamtinstitutionelle Schulprojektwochen: schulinterne und -externe Lernen –
de beschäftigen sich mit zukunftsrelevanten Themen zu Umwelt, Wirtschaft
und Sozialem, z.B. Kreislaufwirtschaft oder Integration von Geflüchteten, set –
zen sich dabei in Diskussionen mit eigenen und fremden Werten auseinander
und schulen das kritische Denken. Mit Unterstützung eines Leitungsteams
koordiniert ein Team aus Qualitäts- und Umweltverantwortlichen die Aktivitä –
ten, die über das ganze Schuljahr ausgedehnt werden können. Ihm zur Seite
steht eine Kommission, in der beteiligte Schulen vertreten sind, welche zu
Projekten Stellung nimmt und bei Veranstaltungen unterstützt. Die Aktivitäten
folgen einem partizipativen Ansatz, der auch zum Wandel in der Schulkul –
tur beiträgt: Ein kollegiales, interdisziplinäres Leitungsteam, Lehrpersonen
und Lernende schlagen selber Aktivitäten vor und engagieren sich vermehrt
punktuell, aber auch langfristig dafür (éducation 21, 2020).
–Zukunftstag Schulentwicklung: gemeinsame Weiterentwicklung der Zukunft
des Lehrens und Lernens zwischen schulinternen und -externen Akteur_in –
nen (z.B. Eltern). Beispielthemen: Lebensort Schule und Schulklima, Grüne
Schule, Umgang mit Digitalisierung, Partizipation zwischen Schule und
Elternhaus, Übergang Schule und Beruf/Berufswahl (Parto, 2020).
–Ideenwettbewerbe zur Entwicklung zukunftsfähiger Schulkonzepte: Lernende
arbeiten eigene Ideen aus, wie die eigene Schule in Zukunft z.B. noch um –
5
04_18 / Entwicklung einer demokratischen Schulkultur auf Organisations-, Unterrichts-, und inter-
personeller Ebene weltfreundlicher werden könnte und reichen ihre Vorschläge ein. Das Sieger –
projekt soll mit fachlicher Hilfe des schuleigenen Umweltteams an der Schule
umgesetzt werden (siehe Projektwettbewerb UmPro (KV Zürich Business
School, 2020)).
–Eltern-Zukunftswerkstätten zur Sicherung einer partizipativen Zusammen –
arbeit zwischen Schule und Elternhaus (Parto, 2020).
6. Ausweitung schulexterner Partizipationsmöglichkeiten auf schulübergreifende,
übergeordnete Ebenen (z.B. durch Schulparlamente und –räte auf Gemeinde-,
Länder- und Bundesebene). Dies beinhaltet auch größere Formate, wie Ju –
gendforen, –räte und -parlamente, Verbände, Vereine, Gruppen, sowie lokale,
kommunale Initiativen. In Internationalen Jugendforen, wie THE PEP, diskutieren
Jugendliche mit interdisziplinären Expert_innen über zukunftsfähige Konzepte
(z.B. gesunde und klimafreundliche Mobilität) und erhalten dadurch ein besse –
res Verständnis über zukunftsrelevante Inhalte und demokratische Prozesse der
Partizipation.
7. Regelmäßige Zusammenkünfte der gesamten Schulgemeinschaft zur Würdigung
von Leistung und Vielfalt (Gebrüder-Grimm-Schule, 2021).
Hauptmaßnahmen Unterrichtsebene
Transformation vertikaler, hierarchischer Leitungsstrukturen in horizontale,
partizipative Leitungsstrukturen durch Submaßnahmen auf Unterrichtsebe –
ne.
Submaßnahmen Unterrichtsebene
Sicherung der Partizipation von SuS in verschiedenen Bereichen des Unter –
richts:
Unterrichtsinhalt
Orientierung an der Lebenswelt der SuS durch Erhe –
ben der individuellen Präkonzepte (Vorwissen, Interessen, Einstellungen, Konzep –
ten und Vorerfahrungen) („wer von jungen Menschen Partizipation erwartet, muss
zunächst selbst an deren Lebensbedingungen und Alltagsproblemen ansetzen und
sich deren Anliegen direkt und unmittelbar zuwenden“) (Himmelmann, 2004) als
Basis für die Entwicklung interdisziplinärer Fachinhalte.
1. Bereitstellen von Fachinhalten zur politischen Bildung („Demokratie muss ge –
lernt werden, um gelebt werden zu können“) (Fischer, 1993), die wesentliche
Inhalte zu politischen Fragestellungen aufgreifen, wie z. B. die Legitimation von
politischer Macht und deren Kontrolle, eine gerechte Friedensordnung und eine
faire Ressourcenverteilung, den verantwortungsvollen und ressourcenschonen –
den Umgang mit Natur und Umwelt, die Gleichheit der politischen Rechte u.v.m.
(BMBWF, 2015).
2. Ergänzung durch interdisziplinäre, zeitgemäße und nachhaltigkeitsrelevante
Themen zu gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts (z.B.
Klimawandel oder C-19).
Unterrichtsmethoden
1. Anwendung partizipativer, selbstbestimmter, schüler_innenzentrierter Lernme –
thoden („Demokratie muss gelebt werden, um gelernt werden zu können“): durch
projekt-, erfahrungs- und experimentbasiertes Lernen (Singer-Brodowski, 2016).
2. Maßgebliche Förderung schüler_innenzentrierter Lernmethoden durch zusätz –
liche Maßnahmen zu projektorientierten Handlungs- und Reflexionsräumen, wie
6
Von den Optionen zur Transformationsie zum Beispiel in Option 4_08 beschrieben werden.
3. Ersatz bisheriger quantitativer, notenbasierter Leistungsbeurteilung durch
alternative, qualitative Beurteilungsmethoden (Pant & Richter, 2018).
Unterrichtskontext
1. Integration unterrichtsübergreifender Lernkontexte mit Möglichkeiten zur
direkten Partizipation der SuS durch altersgerechte, zeitgemäße und lokale
Beteiligungsprozesse, z.B. „Fridays For Future“- Demonstrationen FFF Ibk
oder Wettbewerbe/Projekte zur Stadtentwicklung.
2. Integration unterrichtsübergreifender Zusatzprogramme zum aktiven Prak –
tizieren politischer Bildung, z.B. in Bereichen der Konfliktregelung und Me –
diation, sowie der Prävention von Gewalt und Rechtsradikalismus. Mögliche
Formate sind z.B. Workshops zur Demokratie in der Schulinstitution, sowie in
Familien-, Freundeskreisen und in Sport- und Freizeitvereinen (Himmelmann,
2004).
Hauptmaßnahmen (Inter-) personelle Ebene
Transformation vertikaler, hierarchischer Leitungsstrukturen in horizon –
tale, partizipative Leitungsstrukturen durch Submaßnahmen auf (Inter-)
personelle Ebene.
Schaffen einer gleichberechtigten, offenen und
wertschätzenden Kommunikations- und Lernkultur zwischen sämtlichen schul –
internen Akteur_innen mit besonderer Berücksichtigung von Meinungsfreiheit
und Minderheiteninteressen (Bsp. Inklusive Schulformate, wie die Kettelerschu –
le Bonn (Kettelerschule, 2021) oder bikulturelle Schulformate, wie die Deutsch-
Bolivianische Schule Mariscal Braun (Colegio Alemán Mariscal Braun, 2021).
Diese soll auf wechselseitiger Achtung und Anerkennung, sowie auf Vertrauen
aufbauen. Derartige, hochwertige Kommunikations- und Beziehungskulturen
zwischen allen Beteiligten werden durch Maßnahmen der Achtsamkeit, wie sie
zum Beispiel in Option 4_22 beschrieben werden, maßgeblich gefördert.
Submaßnahmen
Personelle Ebene
1. Erheben von Präkonzepten zur Stärkung der individuellen Partizipations –
bereitschaft, z.B. Werte, Emotionen, Einstellungen und Überzeugungen
(Kretschmer, 2018) (siehe auch Maßnahmen der Achtsamkeit, wie sie zum
Beispiel in Option 4_22 beschrieben werden).
2. Bereitstellung sozialer Formate zur Partizipation, z.B. durch konzeptionelle
Dialogräume mit kreativen und dialogfördernden Methoden und Konzepten
(z.B. betzavta!, Germanwatch Handprint oder professionelle Lerngemein –
schaften). Zusätzliche Schaffung infrastruktureller Räume für sämtliche
Formen des Austausch, z.B. Lernateliers (Alemannenschule Wutoeschingen,
2021), Sitzecken, Kaffee- und Teeküchen.
7
04_18 / Entwicklung einer demokratischen Schulkultur auf Organisations-, Unterrichts-, und inter-
personeller Ebene Interpersonelle Ebene
Stärkung der Beziehungsqualität innerhalb und zwi –
schen verschiedenen Gruppen von Akteur_innen:
1. Schüler_innen:
Lerngemeinschaften in altersgemischten Gruppen
(Alemannenschule Wutoeschingen, 2021), Boxen mit zu verschenkenden Kompli –
mente-Kärtchen an verschiedenen Plätzen im Schulhaus (Gebrüder-Grimm-Schule,
2021).
2. Lehrer_innen:
Wechselseitige Partizipation im Unterricht von Leh –
rer_innen verschiedener Fachdisziplinen mit kontinuierlichem Feedback in Form
gegenseitiger Hospitationsringe (Kretschmer, 2018) oder kollegialem Unterrichts –
coaching (Kreis, 2018).
3. Lehrer_innen und Schüler_innen:
Wertschätzender Umgang durch Kultur des Lobens
und des positiven Feedbacks, sowie durch Aufbau einer persönlichen Beziehung
zu Schüler_innen (Gebrüder-Grimm-Schule, 2021).
4. Schulleitung(steam) und Schüler_innen:
Aufbau einer persönlichen Beziehung zu Schüler_in –
nen (Alemannenschule Wutoeschingen, 2021).
5. Schule und Eltern:
kooperative Zusammenarbeit zwischen Schule und
Elternhaus mit Eltern-Zukunftswerkstätten oder dialogischen Elterngesprächen
(Parto, 2020).
4_18.3.2. Erwartete Wirkungsweise
Es gibt zahlreiche Belege und Erfahrungen mit ähn –
lichen Optionen, die darauf hinweisen, dass die Kombination der vorgestellten
Haupt- und Submaßnahmen zur Erreichung des Ziels SDG 4.7. – Lernende erwer –
ben die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger
Entwicklung – beitragen. Die Wirkungsweise sowie bisherige Erfahrungen werden
orientiert an den Handlungs- und Wirkungsebenen von Schulentwicklung (Organi –
sations-, Personal- und Unterrichtsentwicklung) dargestellt.
Das Zusammenwirken von Transformationsprozessen
auf Organisations-, Unterrichts- und (inter-) personeller Ebene hin zu horizonta –
len, partizipativen Strukturen führt zu einem grundlegenden Kulturwandel in der
gesamten Schule hin zu einer langfristigen Alltagsdemokratie(Klemm, 2008). Die
Schule wird zur Zukunftsinstitution, in der demokratische Lern- und Lebensformen
strukturell, pädagogisch und individuell/zwischenmenschlich übersetzt werden.
Außerdem entfalten die einzelnen Submaßnahmen ihre Wirkungsweise auf den
einzelnen Ebenen.
Organisationsebene
Die Strukturelle Verankerung einer demokratischen
Schulkultur in der Schulverfassung (=Verfassungsmäßigkeit) entfaltet folgende
Wirkungen:
1. Organisationale und strukturelle Erneuerung der Schulinstitution (Klemm, 2008).
8
Von den Optionen zur Transformation2. Schaffen von strukturellen Voraussetzungen für die Verstetigung partizi –
pativen Lernens durch die Verankerung des Leitbilds einer demokratischen
Schulkultur in Gestalt einer „lernenden Organisation“ (Katenbrink & Wischer,
2018).
3. Gemeinsames Verständnis über schulbezogene Partizipationsprozesse
durch transparente Verankerung in der Schulverfassung (=Legitimation)
(Kretschmer, 2018).
4. Orientierung, Sicherheit und Verbindlichkeit zu schulbezogenen, demokrati –
schen Partizipationsprozessen für schulinterne Akteur_innen in der Schulver –
fassung.
5. Stärkung der Schulautonomie durch Kompetenzzuwachs bei Entscheidun –
gen durch multiprofessionelles, kollegiales Schulleitungsteam (Himmelmann,
2004; Kretschmer, 2018).
6. Stärkung der Institution Schule als „Zukunftswerkstätte“ (Parto, 2020) durch
Erhöhung ihrer Demokratiefähigkeit auf multiplen Ebenen, wo Lernende und
Lehrende sich als selbstwirksamen Teil der Gemeinschaft begreifen.
7. Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der formalen Schulinstitution und
der Gesellschaft durch schulübergreifende Partizipation transdisziplinärer
Partner_innen (SEAS, 2021).
8. Stärkung des Profils der formalen Schulbildung in der Gesellschaft durch
verstärkte Partizipationsprozesse auf schulübergreifenden, übergeordneten
Ebenen (Schul- und Jugendparlamente auf Gemeinde-, Länder- und Bundes –
ebene) (BMK, 2020).
Unterrichtsebene
Die Teilhabe der SuS an Unterrichtsinhalten,
-methoden und -kontexten, sowie an unterrichtsübergreifender Partizipation
verschiedener Fachbereiche und Organisationsformen (BMBWF, 2015) entfaltet
folgende Wirkungen:
1. Aufbrechen eines autokratischen Lehrer_innen – Schüler_innen (SuS) Ver –
hältnisses mit der Vermittlung statischer, monodisziplinärer Fachinhalte durch
lehrerzentrierte Methoden und künstliche Lernkontexte.
2. Gelebte, demokratischer Lernkultur (Klemm, 2008), durch Anwendung in
Unterrichtsinhalten, -methoden und –kontexten.
3. Steigerung der Bereitschaft zur Partizipation an gesellschaftlichen Frage –
stellungen durch Anknüpfen an der Erfahrungswelt und an den Interessen der
SuS (Ammerer & Krammer, 2009).
4. Steigerung der Selbstwirksamkeit und der individuellen Lernm4. otivation
durch Schließen der Lücke zwischen Wissen, Bewusstsein und Handeln bei
Lernenden (Pant & Richter, 2018; Parto, 2020) siehe auch Option 4_08.
5. Förderung individueller Kompetenzen für Partizipationsprozesse im Rahmen
politischer Bildung (Orientierungs- Friedens-, Sach-, Methoden-, Entschei –
dungs-, Urteils-, Handlungs- und Gestaltungskompetenz) (Ammerer & Kram –
mer, 2009; Mogensen & Schnack, 2010; UNESCO, 2016).
6. Förderung von direkten Demokratiekompetenzen, wie Empathie, Dialogfähig –
keit, Konfliktfähigkeit, Kompromissfähigkeit und Gewaltlosigkeit (Krammer,
2008).
(Inter-)personeller Ebene
Die einzelnen Submaßnahmen zur Transforma –
tion vertikaler, hierarchischer Leitungsstrukturen in horizontale, partizipative
9
04_18 / Entwicklung einer demokratischen Schulkultur auf Organisations-, Unterrichts-, und inter-
personeller Ebene Leitungsstrukturen entfalten ihre Wirkungsweise auf (Inter-)personeller Ebene zwi –
schen sämtlichen schulinternen Akteur_innen (Leitende, Lehrende und Lernende).
1. Gesteigerte wahrgenommene Wertschätzung, Steigerung deren Selbstvertrau –
ens und der Selbstwirksamkeit.
2. Stärkung der Beziehungsqualität sämtlicher schulinterner Akteur_innen (siehe
Option 4_22).
3. Leben einer gleichberechtigten, offenen und wertschätzenden Kommunikations-
und Lernkultur, unabhängig von Merkmalen, wie Sprache, Ethnie, Religion oder
sexueller Identität (Himmelmann, 2004; Klemm, 2008).
4. Umgang mit (kulturellen, sozialen, politischen, geschlechtsspezifischen usw.)
Differenzen, Entwicklung einer eigenen Sichtweise, Schließen von Kompromis –
sen (Sukuma Arts e.V., 2020).
04_18.3.3. Bisherige Erfahrungen
mit dieser Option oder ähnlichen Optionen
Zusätzlich zu den in den Maßnahmen vorgestellten
Best-Practice-Beispielen werden in diesem Kapitel Plattformen vorgestellt, die
Elemente der demokratischen Schulkultur auf multiplen Ebenen bündeln:
Organisationsebene
Nationale Beispiele Qualitätskriterien für eine demokratische Schule:
–https://www.politik-lernen.at/kriterien_demokratischeschule (Zentrum polis –
Politik Lernen in der Schule, 2021)
Qualitätsbereiche und Elementen einer demokratischen Schulkultur (Deutscher
Schulpreis):
–https://www.deutscher-schulpreis.de/was-macht-eine-gute-schule-aus ( Ro-
bert Bosch Stiftung GmbH, 2021)
Erfolgreiches, österreichisches Format einer flexiblen Schulentwicklung:
–https://www.sz-ybbs.ac.at/fuer-eltern/cool (HAK HAS IT-HTL Ybbs, 2021)
Internationale Beispiele für ein demokratisches Bildungsverständnis und für demo –
kratische Schulkulturen:
–https://eudec.org/democratic-education/what-is-democratic-education/ (EU-
DEC, 2021)
–https://www.living-democracy.com/ (Pädagogische Hochschule Zürich, Coun –
cil of Europe & Kanton Zürich, 2021)
–https://theewc.org/promoting-inclusive-democratic-learning-environments/
(THEEWC & Council of Europe, 2021)
–https://www.youngcitizens.org/democracy-in-schools (Young Citizens, 2021)
Unterrichtsebene
Partizipative Unterrichts- und unterrichtsübergreifende Formate:
–https://www.politik-lernen.at/ (Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule,
2021)
–https://www.renner-institut.at/themen/bildung/demokratie-lernen/ (Karl-Ren –
ner-Institut, 2021)
–https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulpraxis/prinz/politische_bildung.
html (BMBWF, 2021)
–https://www.sz-ybbs.ac.at/fuer-eltern/cool (HAK HAS IT-HTL Ybbs, 2021)
–https://www.parlament.gv.at/SERV/ DEMBILD/ (Republik Österreich Parla –
ment, 2021)
–www.teachforaustria.at (Teach for Austria, 2021)
10
Von den Optionen zur Transformation(Inter-)personelle Ebene
Modell INDY: Individualisierung und Potenzialentfaltung
–https://www.sz-ybbs.ac.at/fuer-eltern/cool (HAK HAS IT-HTL Ybbs, 2021)
04_18.3.4. Zeithorizont der Wirksamkeit
Die Wirksamkeit der angeführten Maßnahmen
der Option in einen genauen Zeithorizont einzuordnen ist schwierig. Wichtige
Kriterien für den Erfolg sind z.B. ein gewisses Maß an Flexibilität bzw. Hand –
lungsfreiheiten für einzelne Schulen. Generell werden die Maßnahmen für eine
demokratische Schulkultur jenseits bildungspolitischer Vorgaben auf Bundes –
ebene, dezentral auf Ebenen der einzelnen Schulinstitutionen angesetzt und
setzen auf autonome Aktionen der einzelnen Schulen. Der Zeitraum der Wirk –
samkeit ist außerdem abhängig von der Konsequenz und der Intensität der Um –
setzung, sowie vom Grad der Abstimmung der einzelnen Ebenen untereinander
(Organisations-, Unterrichts- und (Inter-) personelle Ebene) ab.
Kurzfristige Wirkung:
Maßnahmen auf individueller und (Inter-)perso –
neller Ebene können ihre unmittelbare Wirksamkeit entfalten, z.B. auf Ebene
der Beziehung zwischen den beteiligten Personen. Einzelne Maßnahmen für
Lehrer_innen, Schüler_innen und Leiter_innen haben eine direkte, kurzfristige
Wirkung und beeinflussen sowohl das persönliche Befinden und wechselseitige
Beziehungen, also auch die Qualität von Unterricht, sowie das Lernergebnis.
Mittelfristige Wirkung:
Grundsätzlich wird die Wirkungsdauer der Maß –
nahmen auf Organisationsebene mittel- bis langfristig eingeschätzt und damit
länger als jene Maßnahmen auf Unterrichts- und (inter-)personeller Ebene. Der
Prozess der verfassungsmäßigen Verankerung einzelner Maßnahmen selbst
wird länger eingeschätzt, da er mit demokratischen Einigungsprozessen ver –
bunden ist.
Langfristige Wirkung:
Um eine langfristige bzw. im Sinne dieser Option
eine nachhaltige Wirkung zu erreichen, ist eine regelmäßige über einen länge –
ren Zeitraum hinweg Umsetzung von partizipativen Interventionen notwendig.
Durch die Flexibilität und das Unterstützen von individueller Schulentwicklung
bekommen die Beteiligten die Gelegenheit, sich langfristig durch verschiedene
Formen zu beteiligen, wodurch die Wirkung und möglicherweise die Erfolge
auch langfristig, bzw. nachhaltig zu erwarten sind. Insgesamt kann eine lang –
fristige oder nachhaltige Wirkung nur erreicht werden, wenn die Interventionen
regelmäßig und dauerhaft im Schulalltag integriert werden.
11
04_18 / Entwicklung einer demokratischen Schulkultur auf Organisations-, Unterrichts-, und inter-
personeller Ebene 12Literatur
Alemannenschule Wutoeschin –
gen (Alemannenschule Wutoe –
schingen, Hrsg.). (2021). Home .
Zugriff am 31.03.2021. Verfügbar
unter: www.alemannenschule-wu –
toeschingen.de
Ammerer, H. & Krammer, R.
(2009). Politische Bildung konkret.
Beispiele für kompetenzorien –
tierten Unterricht (Zentrum polis
– Politik Lernen in der Schule,
Hrsg.). Verfügbar unter: https://
www.politik-lernen.at/dl/OOklJMJ –
KoMmoKJqx4KJK/PB_konkret.pdf
Beck, U. (1998). Das Demo –
kratie-Dilemma im Zeitalter der
Globalisierung. APuZ – Aus Politik
und Zeitgeschichte , (38), 3–11.
Zugriff am 31.03.2021. Verfügbar
unter: https://www.econbiz.de/
Record/das-demokratie-dilemma-
im-zeitalter-der-globalisierung-
beck-ulrich/10001251409
BMBWF. (2015). Unterrichts –
prinzip Politische Bildung Grund –
satzerlass 2015 (Bundesministeri –
um für Bildung und Frauen, Hrsg.).
Wien. Zugriff am 23.07.2020. Ver –
fügbar unter: https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/
rs/1997-2017/2015_12.html
BMBWF (BMBWF, Hrsg.).
(2021). Politische Bildung . Zugriff
am 21.06.2021. Verfügbar unter:
https://www.bmbwf.gv.at/Themen/
schule/schulpraxis/prinz/politi –
sche_bildung.html
BMK. (2020). Partizipation
& nachhaltige Entwicklung in
Europa . Zugriff am 18.03.2021.
Verfügbar unter: https://www.parti –
zipation.at/dragon-dreaming.html
Bondorf, N. (2018). Koope –
rationskulturen. Ein Blick auf
Unterschiede zwischen Lehrer –
teams. In:. Friedrich Jahresheft ,
36, 44–45.
Colegio Alemán Mariscal
Braun (Colegio Alemán Mariscal
Braun, Hrsg.). (2021). Deutsche
Schule La Paz – Begegnungen
leben . Zugriff am 31.03.2021.
Verfügbar unter: https://www.ds-
lapaz.edu.bo/
Éducation 21. (2020). MitWir –
kung – Nachhaltigkeit braucht
Partizipation, BNE das Portal.
Zugriff am 20.10.2020. Verfügbar
unter: https://www.education21 .ch/de/mitwirkung
EUDEC, European Democratic
Education Community (Mitarbei –
ter). (2021). What is democratic
Education? Zugriff am 29.06.2021.
Verfügbar unter: https://eudec.org/
democratic-education/what-is-de –
mocratic-education/
Fischer, K. G. (1993). Das
Exemplarische im Politikunter –
richt. Beiträge zu einer Theorie
politischer Bildung (Politische
Bildung Kleine Reihe, Bd. 10, 1.
Aufl.). Schwalbach/Ts.: Wochen –
schau-Verl.
Gebrüder-Grimm-Schule.
(2021). Gebrüder Grimm Grund –
schule . Zugriff am 30.03.2021.
Verfügbar unter: https://www.gebr-
grimm.schulnetz.hamm.de/
HAK HAS IT-HTL Ybbs (HAK
HAS IT-HTL Ybbs, Hrsg.). (2021).
Was ist cooler Unterricht? Zugriff
am 29.06.2021. Verfügbar unter:
https://www.sz-ybbs.ac.at/fuer-
eltern/cool
Himmelmann, G. (2004). De-
mokratie-Lernen: Was? Warum?
Wozu? (Edelstein, W. & Fauser,
P., Hrsg.). Verfügbar unter: https://www.pedocs.de/volltex –
te/2008/216/pdf/Himmelmann.pdf
Karl-Renner-Institut (Karl-
Renner-Institut, Hrsg.). (2021).
Ausbildung & Diskurs . Zugriff
am 29.06.2021. Verfügbar unter:
https://www.renner-institut.at/
Katenbrink, N. & Wischer, B.
(2018). Mehr Kooperation durch
Organisation? Friedrich Jahres –
heft, (36).
Kettelerschule (Kettelerschule
Bonn, Hrsg.). (2021). Jeder hier ist
einzigartig und das ist ein Glück!
Inklusive Gemeinschaftsgrund –
schule . Verfügbar unter: http://
www.kettelerschule-bonn.de/
Klemm, U. (2008). Demokratie-
Lernen – Grenzen und Hindernis –
se. Oder: „In allen Schulen gibt es
immer mehr Undemokratie, als es
Demokratie gibt.“. Zeitschrift für
internationale Bildungs-forschung
und Entwicklungspädagogik ,
31(3), 16–20. Verfügbar unter:
https://www.pedocs.de/volltex –
te/2015/10338/pdf/ZEP_2008_3_
Klemm_Demokratie_Lernen.pdf
Krammer, R. (2008). Die
durch politische Bildung zu
erwerbenden Kompetenzen. 04_18.3.5 . Vergleich mit anderen Optionen,
mit denen das Ziel erreicht werden kann
Die Option der demokratischen Schulkultur auf mul –
tiplen Ebenen zeigt auf den jeweiligen Ebenen starke Synergien mit anderen Optio –
nen:
–Auf der Organisations- und (inter-)personellen Ebene gibt es deutliche Über –
schneidungen mit der Option 4.7, der Entwicklung einer Kultur der Gewalt –
losigkeit/Friedenskultur (G. Blaha), die Unterrichtsebene hingegen wird in
dieser Option der demokratischen Schulkultur ausführlicher behandelt.
–Auf der Organisationsebene bestehen außerdem in Hinblick auf verstärkte
Partizipation von schulübergreifenden Akteur_innen Überschneidungen mit
Option 04_16: Transdisziplinäre Bildung – Gemeinschaftliches verantwor –
tungsvolles Lernen zwischen Schüler_innen, Lehrer_innen und außerschuli –
schen Akteur_innen (S. Kubisch).
–Bereiche der Unterrichtsebene, wie partizipative Unterrichtsmethoden, wer –
den in Option 4_06 aufgegriffen – Schaffung von partizipativen Hand –
lungs- und Reflexionsräumen für die Arbeit an real-world-cases im
Kontext nachhaltiger Entwicklung (A. Oberrauch/ R. Steiner)
–Auf (inter-)personeller Ebene bestehen außerdem Schnittpunkte mit Option
4_17: MINDfulness (for) SUSTAINABILITY (K. Oberauer).
Von den Optionen zur Transformation14Ein Kompetenz-Strukturmodell
(Bundesministerium für Unterricht,
Kunst und Kultur, Hrsg.). Zugriff
am 29.06.2021. Verfügbar unter:
www.politischebildung.com
Kreis, A. (2018). Kollegiales
Unterrichtscoaching. Ein Ansatzu
zur kooperativen Unterrichtsent –
wicklung und Professionalisierung
von Lehrkräften. Friedrich Jahres –
heft, 32–34.
Kretschmer, W. (2018). Ko –
operation in der Schule. Friedrich
Jahresheft , (36), 90–92.
KV Zürich Business School
(KV Zürich Business School –
die Wirtschaftsschule, Hrsg.).
(2020). «Umweltwoche» an der
KV Zürich Business School . Zu-
griff am 20.10.2020. Verfügbar
unter: http://www.education21.ch/
sites/default/files/uploads/pdf-d/
news21/KVZBS_PM_%20Umwelt –
woche%202016-09-20_def.pdf
Meiers, K. (2000). Wie demo –
kratisch ist unsere Schule? Huma –
ne Schule , 26, 1–4.
Mogensen, F. & Schnack,
K. (2010). The action com –
petence approach and the
‘new’ discourses of education
for sustainable development,
competence and quality criteria.
Environmental Education Re –
search , 16(1), 59–74. https://doi.
org/10.1080/13504620903504032
Pädagogische Hochschule Zü –
rich, Council of Europe & Kanton
Zürich (Pädagogische Hochschu –
le Zürich & Council of Europe,
Hrsg.). (2021). Living & Learning
Democray in schools and at home .
Verfügbar unter: https://www.
living-democracy.com/
Pant, H. & Richter, D. (2018). Kooperation von Lehrerinnen
und Lehrern in internationaler
Perspektive. Ein Ländervergleich.
Friedrich Jahresheft , 22–24.
Parto (parto Partizipation und
Organisationsentwicklung, Hrsg.).
(2020). parto Zukunftswerkstatt
Akademie. Schule als Ort erlebter
Demokratie entwickeln . Zugriff
am 20.10.2020. Verfügbar unter:
http://www.part-o.de/themen-und-
aufgaben/zukunftswerkstatt-bil –
dung-lernen/schulentwicklung-er –
lebte-demokratie/
Paulig, P. (2000). Zur Kritik
an der verwalteten Schule in der
Demokratie. Humane Schule , 26,
1–4.
Republik Österreich Parlament
(Republik Österreich Parlament,
Hrsg.). (2021). Projekt Demo –
kratiebildung . Verfügbar unter:
https://www.parlament.gv.at/
SERV/DEMBILD/
Rieckmann, M. & Stolten –
berg, U. (2011). Partizipation als
zentrales Element von Bildung für
eine nachhaltige Entwicklung. In
H. Heinrichs, K. Kuhn & J. Newig
(Hrsg.), Nachhaltige Gesellschaft.
Welche Rolle für Partizipa –
tion und Kooperation? (1. Aufl.,
S. 117–131). s.l.: VS Verlag für
Sozialwissenschaften. https://doi.
org/10.1007/978-3-531-93020-6_8
Robert Bosch Stiftung GmbH
(Robert Bosch Stiftung GmbH,
Hrsg.). (2021). Was macht eine
gute Schule aus? Zugriff am
29.06.2021. Verfügbar unter:
https://www.deutscher-schulpreis.
de/was-macht-eine-gute-schu –
le-aus
SEAS (SEAS, Hrsg.). (2021).
SEAS – Science Education for Action and engagement towards
Sustainability . Verfügbar unter:
https://www.uibk.ac.at/geogra –
phie/educomsd/projects/seas/
Singer-Brodowski, M. (2016).
Transformative Bildung durch
transformatives Lernen. Zur
Notwendigkeit der erziehungs –
wissenschaftlichen Fundierung
einer neuen Idee. Zeitschrift für
internationale Bildungsforschung
und Entwicklungspädagogik, , 39,
13–17. Zugriff am 20.10.2020. Ver –
fügbar unter: https://www.pedocs.
de/frontdoor.php?la=en&source_
opus=15443&anker=start&zeit –
schriftentitel=&zeitschriftenjahr=
2016&prev=15442,15441,15440&
next=15444,15445,12702,12703&
nr=4#start
Sukuma Arts e.V. (Sukuma
Arts e.V., Hrsg.). (2020). Prinzipi –
en. Zugriff am 20.10.2020. Verfüg –
bar unter: https://meine-bne.de/
home/expertinnen/prinzipien
Teach for Austria (Teach for
Austria, Hrsg.). (2021). Weil Bil –
dung kein Privileg sein soll. Zugriff
am 29.06.2021. Verfügbar unter:

THEEWC & Council of Europe
(The European Wergeland Centre
& Council of Europe, Hrsg.).
(2021). Action Area II . Zugriff
am 29.06.2021. Verfügbar unter:
https://theewc.org/promoting-in –
clusive-democratic-learning-en –
vironments/
UNESCO (Organisation der
Vereinten Nationen für Bildung,
Wissenschaft und Kultur, Hrsg.).
(2016). Education for Sustai –
nable Development . Zugriff am
13.09.2020. Verfügbar unter:
https://en.unesco.org/themes/edu -cation-sustainable-development
UNESCO. (2017). Education
for sustainable development
goals: Learning objectives.
Verfügbar unter: https://www.
sdg4education2030.org/educa –
tion-sustainable-development-
goals-learning-objectives-un –
esco-2017
United Nations. (2011). The
Social Dimensions of Climate
Change. Discussion Draft (United
Nations Task Team on Social
Dimensions of Climate C, Hrsg.).
Zugriff am 30.03.2021. Verfügbar
unter: https://www.who.int/global –
change/mediacentre/events/2011/
social-dimensions-of-climate-
change.pdf
Young Citizens (Young Citi –
zens, Hrsg.). (2021). Democracy
in Schools . Zugriff am 29.06.2021.
Verfügbar unter: https://www.
youngcitizens.org/democracy-in-
schools
Zentrum polis – Politik Lernen
in der Schule (Zentrum polis – Po –
litik Lernen in der Schule, Hrsg.).
(2021). Unterrichtsbeispiel der
Woche . Zugriff am 29.06.2021.
Verfügbar unter: https://www.poli –
tik-lernen.at/richtigundfalsch

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar