Option_13_10_Abstract_20231119_182337.txt

301Die im Referenzplan als Grundlage für einen wissenschaftlich
fundierten und mit den Pariser Klimazielen in Einklang stehenden
Nationalen Energie- und Klimaplan für Österreich (Ref-NEKP) be –
schriebene klimaschutzorientierte Raumplanung ist definiert als
klimaschutzorientierte Energie-, Mobilitäts- und Lebensraumplanung
mit Schwerpunkt auf urbanen und regionalen Kernräumen. Sie hat
zum Ziel, mittels Funktionsmischung, maßvoller Dichte und Innen –
entwicklung, die kurze Wege schafft, den Energie- und Mobilitäts –
bedarf strukturell zu verringern und damit einen wirksamen Beitrag
zum Klimaschutz und der Erreichung der Pariser Klimaziele zu
leisten. Neben sektorspezifischen Maßnahmen liegt der Fokus vor
allem in der Sektorkopplung, da alle Sektoren von der Raumplanung
betroffen sind.13_10
Maßnahmenübersicht
Option Mathias Kirchner, Nathalie SpittlerKlimaschutzorientierte
Raumplanung
SDG_13
Maßnahmen zum Klimaschutz
302
UniNEtZ-Optionenbericht
Maßnahmenübersicht 1_Gebäude und Flächenverbauung:
Durch die Ausnutzung von (Nach-)Verdichtungspotenzialen können
kurze Wege für Menschen und Energieverteilung erzielt werden.
Dies führt zu Reduktion von Transport und Flächenversiegelung und
ermöglicht Ressourcen zu sparen und Energieverluste gering zu
halten.
2_Verkehr und Mobilität
Dies beinhaltet u. a. Mobilitätskonzepte („kurze Wege“), mit einer
Priorisierung von Rad- und Fußverkehr, Ausbau öffentlicher Ver –
kehrsmittel, Wiederbelebung von Ortskernen und damit einherge –
hend eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs.
3_Sektorübergreifende Maßnahmen
Mit systemischen Lösungen können sektorübergreifend Synergien
genutzt und Zielkonflikte vermieden werden. Das heißt unter ande –
rem: Flächenkonkurrenz reduzieren (Land-, Forstwirtschaft, Bioöko –
nomie) und Infrastruktur bestmöglich nutzen (Prozessoptimierung,
Energy-Hubs).
4_Land- und Forstwirtschaft & Bioökonomie
Land- und Forstwirtschaft und Bioökonomie spielen eine zentrale
Rolle in der Klimadiskussion. Raumplanerische Maßnahmen können
so gestaltet werden, dass Zielkonflikte in diesen drei Bereichen mini –
miert und Synergien genutzt werden können.
5_Ordnungs- und förderpolitische Instrumente
Es gibt in der Raumplanung zahlreiche Instrumente (Raumordnungs –
konzepte, Baurecht, Flächenwidmung, Wohnbauförderung, etc.),
die gezielt (auch sektorübergreifend) eingesetzt werden können,
um klimaschädliches Verhalten einzudämmen und klimafreundliches
zu fördern.

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