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UniNEtZ-Optionenbericht
Maßnahmenübersicht Die Option zielt auf die Erreichung aller Targets von SDG 6 ab,
indem die notwendigen Transformationen nicht von einer kleinen
Gruppe aus Entscheidungsträger_innen und Planer_innen ent –
worfen, verordnet und umgesetzt werden, sondern die vorhandene
„Weisheit der Vielen“ (Surowiecki, 2004) mobilisiert wird. Nach
Surowiecki (2004) sind für die Aufgaben der Gesellschaft der Zu –
kunft Expert_innen und (Meinungs-)Führer_innen eher das Auslauf –
modell. Surowiecki belegt die Weitsicht, Intelligenz und Effektivität
großer Gruppen und macht deutlich, dass und warum ganz normale
Leute in der Lage sind, sich in einer Gemeinschaft erfolgreich zu
organisieren und sich selbst zu verwalten. Dies soll schon bei der
Entwicklung von Lösungsansätzen geschehen (Co-Design bzw.
Co-Creation) und damit die Umsetzung derer wesentlich erleichtern
und beschleunigen. Um die in den Optionen des SDG 6 definierten
Transformationsprozesse erfolgreich zu initiieren und umzusetzen ist
diese essenziell.06_11
Maßnahmenübersicht
Option Daniela Fuchs-Hanusch,
Martin RegelsbergerFörderung von
Transformationsprozessen
durch Co-Design und
Co-Creation
1771_Erstellung eines Verzeichnisses von Moderator_innen
mit Erfahrung
Die Erstellung eines Verzeichnisses von Moderator_innen mit
Erfahrung in Co-Creation-Prozessen ist eine Grundlage für eine
erfolgreiche Förderung von Transformationsprozessen in der
(Siedlungs-)Wasserwirtschaft durch Co-Creation-Projekte.
2_Einrichtung von Ausbildungsprogrammen für
Moderator_innen zu Co-Design / Co-Creation
Ausbildungsprogramme für Moderator_innen im Kontext zu
Co-Design / Co-Creation sind speziell für die Förderung von
Transformationprozessen notwendig.
3_Aufnahme gemeinschaftlicher Prozesse in die Ausbildung
Die Aufnahme gemeinschaftlicher Prozesse (Lösungs- und Ent –
scheidungsfindung, Co-Design / Co-Creation etc.) in die Ausbildung
von Pädagog_innen, Wasserwirtschafter_innen und Unternehmens –
berater_innen ist wichtig, um langfristig einen selbstverständlichen
Umgang mit diesen Prozessen zu erreichen.
4_Verstärkter Einsatz gemeinschaftlicher Prozesse
als pädagogisches Konzept
Gemeinschaftliche Prozesse (Lösungs- und Entscheidungsfindung,
Co-Design / Co-Creation etc.) sind als pädagogisches Konzept in der
primären und sekundären Bildung verstärkt einzusetzen, um lang –
fristig die gewünschte Wirkung zu erreichen.
5_Co-Design / Co-Creation-Prozesse als Voraussetzung
für Förderungen
Co-Design / Co-Creation-Prozesse als Voraussetzung für
Förderungen von Wasserwirtschaftsprojekten.
6_Schaffung von Rahmenbedingungen für Co-Creation
in Kommunen
Um Anregungen von Stakeholder_innen aktiv aufzugreifen und zu
integrieren, sind Rahmenbedingungen (z. B. Partizipationsbe –
auftragte) zu schaffen. Um Co-Creation-Potentiale und Ansätze zur
Förderung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft zu vermitteln, sind
Informationsveranstaltungen abzuhalten.
SDG_06
Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

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